Bochum, 21. September 2026 – 28 Finalistinnen und Finalisten hatten sich in zwei Vorrunden aus insgesamt 1.626 Teilnehmenden für die Endrunde qualifiziert. An zwei Wettbewerbstagen stellten sie ihr Talent unter Beweis: Gefragt waren dabei nicht nur ein ausgeprägtes Verständnis für informatische Fragestellungen, sondern auch Kreativität, gute Ideen und die Fähigkeit, komplexe Probleme zu durchdringen und Lösungswege zu entwickeln. Ausgerichtet wurde die Endrunde von der Fakultät für Informatik der Ruhr-Universität Bochum und dem Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre.
Ein abwechslungsreiches Begleitprogramm bot den Finalistinnen und Finalisten darüber hinaus spannende Einblicke in das Bochumer IT-Ökosystem. Auf dem Programm standen unter anderem ein gemeinsames Abendessen bei G DATA CyberDefense, dem Bochumer IT-Sicherheitsunternehmen, das als Erfinder des kommerziellen Antivirus gilt. Für die begleitenden Lehrkräfte gab es zudem einen Capture-the-Flag Workshop des RUB CTF-Teams FluxFingers sowie einen Workshop zu Künstlicher Intelligenz. Bei einem Besuch im Forschungsbau ZESS (Zentrum für das Engineering Smarter Produkt-Service-Systeme) lernten die Teilnehmenden außerdem „FetchFly.AI“ kennen, ein aktuelles Forschungsprojekt des Lehrstuhls Artificial Intelligence and Formal Methods. Das Team erforscht darin, wie selbstlernende Drohnen künftig die Materialversorgung in der Produktion übernehmen können.
„Wir haben uns sehr gefreut, die Finalistinnen und Finalisten bei uns willkommen zu heißen. Es war beeindruckend zu erleben, mit viel Begeisterung und Neugier sie sich den Herausforderungen gestellt haben. Wir hoffen, dass sie aus Bochum nicht nur viele neue Eindrücke, sondern auch neue Kontakte und noch mehr Lust auf Informatik mitnehmen“, resümiert Veelasha Moonsamy, Co-Organisatorin der Endrunde und Prodekanin für Outreach, Transfer and Internationalization an der Fakultät für Informatik.
Das sind die Gewinner
Als Bundessiegerinnen und -sieger wurden folgende Talente ausgezeichnet:
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Daphne Carmesin, 17 Jahre, aus Birmingham (King Edward VI Five Ways School, Birmingham)
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Samuel Dinkelbach, 19, aus Baierbrunn (Gymnasium Icking)
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Anna Färber, 15, aus Walldorf (Kurfürst-Friedrich-Gymnasium, Heidelberg)
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Jan Garloff, 19, aus Köln (Schiller-Gymnasium, Köln)
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Martha Krebbel, 17, aus Aidlingen (Stiftsgymnasium, Sindelfingen)
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Bennet Schell, 19, aus Herborn (Johanneum-Gymnasium, Herborn)
Neben einem Geldpreis ist der Bundessieg mit einer Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes verbunden. Die jüngeren Finalistinnen und Finalisten bekommen zudem die Chance, sich für das deutsche Team für die Internationale Informatik-Olympiade, die 2027 in Potsdam stattfindet, zu qualifizieren. „Einige der Aufgaben in den Gruppenarbeiten hätte auch die Jury nicht besser beantworten können und manches Einzelgespräch fühlte sich eher an, wie ein Gespräch unter Kollegen und Kolleginnen. Dies zeichnete insbesondere die sechs Bundessiegerinnen und -sieger und die weiteren Preisträger und Preisträgerinnen aus“, zeigte sich Maike Buchin, Professorin für Algorithmik an der Fakultät für Informatik der RUB und Jurymitglied, begeistert vom Leistungsniveau der Endrunde.
Ingo-Wegener-Preis
Aufgrund ihrer herausragenden Gesamtleistung wurde Daphne Carmesin zudem mit dem Ingo-Wegener-Preis ausgezeichnet, der nach dem früheren Beiratsvorsitzenden und bedeutenden deutschen Informatiker Ingo Wegener benannt ist. „Der Bundeswettbewerb Informatik findet und fördert schon seit Jahrzehnten herausragende Talente wie Daphne Carmesin und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Informatikstandorts Deutschland“, meint Prof. Dr. Markus Bläser von der Universität des Saarlandes, Vorsitzender der Endrundenjury.
Als weitere Preisträger bestimmte die Jury:
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Maxim Akinschin, 15, aus Hagen (Fichte-Gymnasium, Hagen)
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Oskar Behzadpour, 18, aus Ortenberg (Wolfgang-Ernst-Gymnasium, Büdingen)
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Konstantin Meßinger, 16, aus Norderstedt (Gymnasium Harksheide, Norderstedt)
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Bilal Rabie, 17, aus Kempten (Allgäu-Gymnasium, Kempten)
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Paris Skillas, 19, aus Hanau (Franziskanergymnasium Kreuzburg, Großkrotzenburg)
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Oskar Teschner, 19, aus Eltville (Gutenbergschule, Wiesbaden)
Über die Ruhr-Universität Bochum und die Fakultät für Informatik
Wie kaum eine andere Hochschule in Deutschland steht die Ruhr-Universität für den Wandel – der Region, aber auch der Menschen, die hier ihre Talente entwickeln und ihren Weg gehen. Als eine der größten Forschungsuniversitäten Deutschlands vereint sie ein breites Fächerspektrum auf einem gemeinsamen Campus. Mit mehr als 38.000 Studierenden bietet sie ein interdisziplinäres und international geprägtes Umfeld für Forschung, Lehre und Transfer. Als jüngste der 21 RUB-Fakultäten hat sich die Fakultät für Informatik mit dem Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit und dem Exzellenzcluster CASA in kurzer Zeit einen hervorragenden Ruf erarbeitet und belegt europaweit Spitzenplätze in Forschungs- und Studierendenrankings. Mehr als 35 Professuren und über 250 Mitarbeitende forschen und lehren in nahezu allen Teildisziplinen der modernen Informatik.
Über das Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre
Das im Mai 2019 gegründete Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre treibt die Forschung zu Sicherheit und Privatsphäre voran, um einen positiven Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Durch die Verbindung fundierter Grundlagenforschung mit empirischer Forschung entwickelt das Institut neue Systeme, verbessert bestehende Technologien und untersucht neue Herausforderungen. Es bringt talentierte Wissenschaftler*innen aus aller Welt in einem Umfeld zusammen, das akademische Freiheit, Zusammenarbeit und unkonventionelles Denken fördert und zugleich Perspektiven aus den Sozialwissenschaften, der Wirtschaftswissenschaft und den Rechtswissenschaften einbezieht. Das Institut mit Sitz in Bochum im Ruhrgebiet ist Teil eines der größten Wissenschaftsstandorte Europas und befindet sich in einem Zentrum für Innovationen im Bereich Sicherheit und Privatsphäre.
Über den Bundeswettbewerb Informatik
Der Bundeswettbewerb Informatik ist der traditionsreichste unter den Bundesweiten Informatikwettbewerben (BWINF). Diese haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Interesse an Informatik und am Programmieren zu wecken sowie Talente aufzuspüren und zu fördern. BWINF wird unterstützt von der Gesellschaft für Informatik e.V., vom Fraunhofer-Verbund IUK-Technologie und vom Max-Planck-Institut für Informatik; gefördert wird BWINF vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Bundesweiten Informatikwettbewerbe sind von der Kultusministerkonferenz empfohlene Schülerwettbewerbe und stehen unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Der Bundeswettbewerb Informatik leistet einen wichtigen Beitrag, hervorragenden Nachwuchs für die Informatik und die Gestaltung der Informations- und Kommunikationsgesellschaft zu gewinnen. Die ehemaligen Teilnehmenden sind heute vielfach in Führungspositionen in Wirtschaft und Wissenschaft zu finden.
Allgemeiner Hinweis: Mit einer möglichen Nennung von geschlechtszuweisenden Attributen implizieren wir alle, die sich diesem Geschlecht zugehörig fühlen, unabhängig vom biologischen Geschlecht.
Pressekontakt: Charlotte Schab
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