Am 19. und 20. Mai besuchte eine nordrhein-westfälische Delegation unter der Leitung von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst die polnische Partnerregion Woiwodschaft Schlesien, um die Zusammenarbeit für ein resilientes Europa zu stärken. Neben weiteren KRITIS-Sektoren stand insbesondere die Cybersicherheit im Fokus der Reise. Bei einem Besuch an der Universität Kattowitz tauschten sich Wüst und Prof. M. Angela Sasse, CASA Hub Koordinatorin und Leiterin des Lehrstuhls für Human-Centered Security am Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit und der Fakultät für Informatik der Ruhr-Universität Bochum, mit Studierenden über digitale Resilienz, europäische Souveränität und internationale Zusammenarbeit aus.
Ziel des Besuchs war neben der Vertiefung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit beider Regionen auch der Austausch über zentrale europäische Zukunftsfragen. In der Pressemitteilung der Staatskanzlei NRW wird Hendrik Wüst so zitiert: „Die Frage der Resilienz [gewinnt] zunehmend an Bedeutung – sei es im Gesundheitswesen, bei der Energieversorgung oder im Bereich der Cybersicherheit. Auch hier können unsere Regionen voneinander lernen und gemeinsam Lösungen entwickeln. Die enge Zusammenarbeit und die vielen persönlichen Begegnungen tragen dazu bei, unsere Partnerschaft weiter zu vertiefen und die deutsch-polnische Freundschaft mit Leben zu füllen. Denn starke Regionen sind ein starkes Fundament für ein geeintes und handlungsfähiges Europa.“ (Link)
Beide Partner verbindet eine vergleichbare Geschichte des Strukturwandels: Aus den ehemaligen Bergbauregionen entwickelten sich innovative und moderne Wirtschaftsstandorte mit international sichtbaren Forschungseinrichtungen im Bereich Cybersicherheit. Im Rahmen der Reise besuchte die Delegation das „CYBER SCIENCE Silesian Centre for Legal Engineering, Technology and Digital Competence“ an der Universität Kattowitz, um sich mit Studierenden auszutauschen.
Das CYBER SCIENCE Silesian Centre und der Exzellenzcluster CASA verbinden eine interdisziplinäre Forschungskultur: Beide Zentren befassen sich nicht nur mit technologischen Innovationen, sondern auch mit deren gesellschaftlichen Auswirkungen und einem verantwortungsvollen Umgang. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der digitalen Resilienz in Europa. Vor diesem Hintergrund vereinbarten die Partner einen intensiveren Austausch zu Themen wie dem Schutz kritischer Infrastrukturen, digitaler Resilienz und technischen Perspektiven auf komplexe Bedrohungslagen. Gemeinsames Ziel ist der Ausbau europäischer Netzwerke in der Cybersicherheit.
Pressemitteilung der Staatskanzlei NRW
Allgemeiner Hinweis: Mit einer möglichen Nennung von geschlechtszuweisenden Attributen implizieren wir alle, die sich diesem Geschlecht zugehörig fühlen, unabhängig vom biologischen Geschlecht.