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Gregor Leander zum IACR-Fellow für 2026 ernannt

Es ist eine der höchsten Auszeichnungen auf dem Gebiet der Kryptologie.

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Eine ganz besondere Ehrung: Gregor Leander, Professor für Symmetrische Kryptographie an der Fakultät für Informatik und CASA PI, wurde zum Fellow der International Association of Cryptologic Research (IACR) gewählt. Das Fellow-Programm wird jedes Jahr nur an 0,25 % der 2500 IACR-Mitglieder vergeben und würdigt herausragende IACR-Mitglieder für ihre technischen und fachlichen Beiträge zur kryptologischen Forschung.

Die Auszeichnung wurde laut Auswahlkomitee in Anerkennung „wegweisender Beiträge zur symmetrischen Kryptografie und herausragender Verdienste um die IACR-Gemeinschaft durch redaktionelle Führungsarbeit, Konferenzorganisation und anhaltende wissenschaftliche Exzellenz“ verliehen.

Gregor Leander ist ein führender Forscher auf dem Gebiet der Symmetrischen Kryptographie, dessen Beiträge zur Standardisierung weit verbreiteter Verschlüsselungsverfahren wie PRESENT und SKINNY als ISO-Standards geführt haben. Seine Arbeit konzentriert sich auf den Entwurf und die Analyse effizienter und sicherer kryptographischer Primitive.

Er hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter einen ERC Advanced Grant, mehrere Best Paper Awards auf hochrangigen Konferenzen, den Deutschen IT-Sicherheitspreis und eine Heisenberg-Professur der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Neben seinen herausragenden wissenschaftlichen Leistungen war Gregor Leander Sprecher des Horst-Görtz-Instituts für IT-Sicherheit, Dekan der Graduiertenschule des Exzellenzclusters CASA und bekleidet derzeit das Amt des Dekans der Fakultät für Informatik. Zudem gründete er die renommierte Open-Access-Zeitschrift IACR Transactions on Symmetric Cryptology und fungiert dort als Chefredakteur.

Dass ein Bochumer Forscher zum IACR-Fellow ernannt wurde, liegt schon einige Jahre in der Vergangenheit: Zuletzt erhielt Christof Paar (Gründungsdirektor des MPI-SP) diese Auszeichnung im Jahr 2017.

Allgemeiner Hinweis: Mit einer möglichen Nennung von geschlechtszuweisenden Attributen implizieren wir alle, die sich diesem Geschlecht zugehörig fühlen, unabhängig vom biologischen Geschlecht.