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Finalisten im NIST-Wettbewerb für Lightweight-Kryptografie veröffentlicht

Die Einreichung SPARKLE – mit HGI-Beteiligung – hat die Finalrunde erreicht.

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Im Wettbewerb der US-Standardisierungsbehörde NIST für die sogenannte Lightweight-Kryptografie wurden am 29. März die zehn Finalisten verkündet. Dazu zählt auch die Einreichung SPARKLE, an der die HGI-Wissenschaftler Christof Beierle, Amir Moradi und Aein Rezaei Shahmirzadi mitwirken. Hauptsächlich entwickelt wurden die Algorithmen des Teams – Sparkle, Esch und Schwaemm – an der Universität Luxemburg.

Indirekt ist das HGI auch an einer weiteren Einreichung beteiligt: In Romulus wird die Blockchiffre SKINNY als Komponente genutzt, die 2016 mit HGI-Beteiligung entwickelt wurde.

Der Wettbewerb zielt auf eine neue Standardisierung von Algorithmen der Lightweight-Kryptografie ab, da die Leistung aktueller NIST-Standards in diesem Bereich nicht mehr ausreichend ist. „Lightweight Cryptography“ ist für moderne Geräte erforderlich, die nur über eingeschränkte Ressourcen verfügen, aber miteinander verbunden sind (Sensornetzwerke, verteilte Steuerungssysteme, das Internet der Dinge, Cyber-Physische Systeme). Die meisten aktuellen kryptografischen Standards wurden für Desktop/Server-Umgebungen entwickelt.

Am 24. Mai wurden die Details zu den Algorithmen der Finalisten auf der NIST-Website veröffentlicht: https://csrc.nist.gov/Projects/lightweight-cryptography/finalists. Die nun folgende, letzte Runde des Standardisierungsprozesses wird voraussichtlich etwa 12 Monate dauern. In diesem Zeitraum werden die Algorithmen nochmals auf Schwachstellen überprüft und von Experten aus Industrie und Wissenschaft mit Blick auf ihre Anwendungen in unterschiedlichen Kontexten analysiert. Am Ende wird ein Kandidat oder ein Portfolio von mehreren Kandidaten als Gewinner standardisiert.

Zur Website von SPARKLE: https://sparkle-lwc.github.io/
Weitere Infos zum Wettbewerb: https://csrc.nist.gov/projects/lightweight-cryptography

Allgemeiner Hinweis: Mit einer möglichen Nennung von geschlechtszuweisenden Attributen implizieren wir alle, die sich diesem Geschlecht zugehörig fühlen, unabhängig vom biologischen Geschlecht.