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Exzellenzcluster CASA setzt mit Festakt starkes Zeichen für Cybersicherheitsforschung in Bochum

Auf der Grand Reception am 04. Februar 2026 feierten Gäste aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft gemeinsam die Weiterbewilligung für die nächste Förderperiode.

Ministerin Ina Brandes auf der Buehne

Ministerin Ina Brandes auf der CASA Grand Reception. Copyright: CASA/Tim Kramer

Publikum von hinten

CASA-Sprecher Eike Kiltz bei seinem Vortrag "CASA - So far, so new". Copyright: CASA/Tim Kramer

Menschen auf der Buehne mit Publikum davor

Moderatorin Eva Wolfangel und CASA-Sprecher Eike Kiltz. Copyright: CASA/Tim Kramer

Das Publikum auf Stuehlen darunter Rektor Martin Paul und Ministerin Ina Brandes

Das Publikum, darunter Rektor Martin Paul und Ministerin Ina Brandes. Copyright: CASA/Tim Kramer

Mia Cha auf der Buehne mit einem Publikum davor

Mia Cha bei ihrem Vortrag "AI, Society, and Computing: Leveraging Global Data While Tackling Ethical Challenges". Copyright: CASA/Tim Kramer

Kevin Borgolte auf der Bühne

Kevin Borgolte brachte dem Publikum in seinem Science Slam seine Forschung näher. Copyright: CASA/Tim Kramer

Eine Frau auf der Buehne

Carmela Troncoso während ihres Science Slams. Copyright: CASA/Tim Kramer

Bochum, 05.02.2026 – Mit einem Festakt in der Jahrhunderthalle Bochum feierte der Exzellenzcluster CASA – Securing the Digital Society des Horst-Görtz-Instituts für IT-Sicherheit an der Fakultät für Informatik der Ruhr-Universität Bochum den Start seiner zweiten Förderphase. Rund 230 geladene Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft nahmen an der Veranstaltung teil, darunter Ina Brandes MdL, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Journalistin Eva Wolfangel.

Im Mai 2025 hatte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bekannt gegeben, dass CASA im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern für weitere sieben Jahre mit rund 53 Millionen Euro gefördert wird. Die Weiterbewilligung markiert einen wichtigen Meilenstein – für den Cluster ebenso wie für den Wissenschafts- und Innovationsstandort Bochum, der international für Cybersicherheitsforschung anerkannt ist. 

Wissenschaftsministerin Ina Brandes: „Der erneute Erfolg des Exzellenzclusters CASA zeigt: Bochum hat sich zu einem der führenden Cybersicherheitsstandorte in Europa entwickelt! Ein internationales Team von Spitzenforscherinnen und -forschern arbeitet hier an einem der großen Zukunftsthemen, das das Leben aller Menschen unmittelbar betrifft. Die exzellente Arbeit wird dabei helfen, Hackerangriffe früh zu erkennen, rechtzeitig zu verhindern und sensible Daten verlässlich zu schützen. Diese Forschung ist von zentraler Bedeutung für unsere digitale Souveränität.“

Einblicke in aktuelle und zukünftige Forschung

Vorträge und Science Slams zeigten, wofür CASA steht und welche Schwerpunkte der Cluster künftig setzen wird. Forscher*innen gaben Einblicke in aktuelle Fragen der Cybersicherheitsforschung – von digitalen Verwundbarkeiten bis hin zu neuen Angriffsformen – und stellten die Forschungsvorhaben der kommenden Jahre vor.
CASA-Sprecher Eike Kiltz betonte die wachsenden Herausforderungen für die digitale Gesellschaft: „Disruptive Technologien wie generative KI, Quantencomputer oder Kryptowährungen verändern unseren digitalen Alltag grundlegend und schaffen neue Risiken. Im Exzellenzcluster CASA forscht ein internationales Team aus Spitzenforschenden daran, wie wir nachhaltige Sicherheit für Bürgerinnen und Bürger, kritische Infrastrukturen und unsere Demokratie gewährleisten können.“

Exzellenz mit Wirkung für Bochum

Die festliche Kulisse der Jahrhunderthalle unterstrich die Bedeutung des Anlasses. CASA verbindet exzellente Grundlagenforschung mit Transfer, Nachwuchsförderung und internationaler Vernetzung und stärkt den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Oberbürgermeister Jörg Lukat hob CASA als zentralen Impulsgeber für die Stadt hervor: „Bochum steht für Spitzenforschung in der Cybersicherheit und für den Transfer in die Praxis. Das Exzellenzcluster CASA stärkt diesen Weg, weil es internationale Köpfe nach Bochum bringt und Perspektiven für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler schafft, die hier in frühen Karrierephasen arbeiten, lernen und mitgestalten können. Das ist gut für den Wissenschaftsstandort Ruhr-Universität Bochum und es ist ein klarer Impuls für Wertschöpfung und Beschäftigung in unserer Stadt.“

Auch der Rektor der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Martin Paul, betonte die strategische Bedeutung des Clusters für die Ruhr-Universität. „CASA ist weit mehr als ein einzelner Exzellenzcluster. Die erneute Förderung bestätigt nicht nur die wissenschaftliche Exzellenz des Clusters, sondern unterstreicht auch seine Schlüsselrolle für die gemeinsame Bewerbung von RUB und TU Dortmund in der Exzellenzstrategie und für die Zukunft des Wissenschafts- und Innovationsstandortes Bochum.“

Bereits in der ersten Förderphase (2019–2025) etablierte sich CASA als international sichtbares Exzellenzcluster. Zahlreiche Forscher*innen sind mit hochdotierten Preisen ausgezeichnet, darunter der wichtigste deutsche Wissenschaftspreis, der DFG-Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis, für Prof. Eike Kiltz.

Fokus auf Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

In der neuen Förderperiode setzt CASA die interdisziplinäre Zusammenarbeit fort, stärkt den Transfer in die Praxis mit Unternehmen wie Google, Amazon oder Meta, und baut Bochum als führenden Standort für Cybersicherheitsforschung weiter aus. Ein besonderer Fokus innerhalb des Clusters liegt dabei auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, der Diversität und der Chancengleichheit. Mit gezielten Maßnahmen zur Karriereentwicklung sowie einem klaren Bekenntnis zu Diversität und Chancengleichheit gelingt es dem Cluster seit Jahren, internationale Spitzenkräfte nach Bochum zu ziehen.

Beim anschließenden Get-together der CASA Grand Reception nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Austausch und blickten gemeinsam auf die positiven Zukunftsaussichten der Cybersicherheitsforschung in Bochum.

Allgemeiner Hinweis: Mit einer möglichen Nennung von geschlechtszuweisenden Attributen implizieren wir alle, die sich diesem Geschlecht zugehörig fühlen, unabhängig vom biologischen Geschlecht.