Erfolg: Exzellenzcluster in der IT-Sicherheit bewilligt

Große Freude in Bochum: Das Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit (HGI) bekommt ein Exzellenzcluster in der IT-Sicherheitsforschung.

Erfolgreich hat das HGI an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in der bundesweiten Exzellenzstrategie abgeschnitten: Mit mehreren Millionen Euro wird das neue Exzellenzcluster Cyber-Sicherheit im Zeitalter großskaliger Angreifer (Casa) ab 2019 in Bochum gefördert.

„Wir sind stolz auf die Leistungen unserer Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher und den Erfolg“, so Rektor Prof. Dr. Axel Schölmerich. „Dies würdigt zugleich die erfolgreiche Aufbauarbeit dieses Schwerpunktes am Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit, das sich seit der Gründung im Jahr 2002 zu einer bestens vernetzten und international beachteten Keimzelle für Forschungserkenntnisse in diesem Gebiet entwickelt hat.“

Schub für das Ruhrgebiet

„Durch die millionenschwere Förderung des Clusters über sieben Jahre erhält die IT-Sicherheitsforschung und das Ruhrgebiet einen zusätzlichen Schub. Es wird mehr und mehr zum attraktiven Standort international renommierter Forschung“, so Schölmerich. „Die IT-Sicherheit ist ein zukunftsträchtiges Thema, das in der Region künftig weiter verankert und sich im Cluster Casa stark vernetzen wird“, sagt Schölmerich. „Das Cluster profitiert von der wechselseitigen Unterstützung in der Region.“

Cluster Cyber-Sicherheit

Seit unsere Lebenswelt von vernetzten Geräten durchsetzt ist, ist die IT-Sicherheit zu einer zentralen gesellschaftlichen Frage geworden. Hacker-Angriffe gegen den Bundestag oder große Industrieanlagen belegen die Brisanz dieses Problems. Viele IT-Angriffe kommen heutzutage von großskaligen Angreifern, insbesondere von staatlichen oder halbstaatlichen Organisationen. Diese Widersacher sind besonders besorgniserregend, da sie langfristig agieren und über erhebliche technische Fähigkeiten und Ressourcen verfügen.

Gegenmaßnahmen gegen diese mächtigsten Angreifer liegen im Fokus des Exzellenzclusters „Cyber-Sicherheit im Zeitalter großskaliger Angreifer (Casa)“. Die Forschung verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, bei dem führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit technischer Ausrichtung mit Forschenden aus der Psychologie kooperieren, die das Zusammenspiel von menschlichem Verhalten und IT-Sicherheit untersuchen. Diese Konstellation ist europaweit einzigartig.

Im Transfer Lab werden die Forschungsergebnisse bezüglich ihrer Praxisrelevanz in verschiedenen kritischen Anwendungsszenarien aus den Gebieten der intelligenten Produktion, Logistik und E-Health untersucht.
„Im Casa-Cluster werden Informatiker, Mathematiker, Ingenieure und Psychologen eng zusammenarbeiten. Wir sind überzeugt, dass wir mit diesem international einzigartigen Forschungsansatz neue Sicherheitslösungen erarbeiten werden, die eine wirklich nachhaltige Cyber-Sicherheit bieten“, betonen die RUB-Professoren Dr. Thorsten Holz, Dr. Eike Kiltz und Dr. Christof Paar, die gemeinsam Sprecher des Antrags sind.

Die Gesamtliste der geförderten Projekte steht hier zur Verfügung.